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Standpunktdiskussion

Margarete Schramböck zu Gast beim CMC Masters Club

11. Oktober 2016 - Hotel Sacher, Wien

Alfred Harl im Gespräch mit Margarete Schramböck

UBIT-Obmann Alfred Harl lud im Rahmen des CMC Masters Club ins Hotel Sacher. Gast des Abends war Dr. Margarete Schramböck, Vorstandsvorsitzende der A1 Telekom Austria AG, die eine außerordentliche Karriere vorzuweisen hat. Nach ihrem Studium wollte die junge Tirolerin ursprünglich in der Beratungsbranche bei McKinsey und Boston Consulting Group arbeiten; es wurde schließlich Alcatel. Heute verantwortet sie einen Riesenkonzern und zeigte sich im Gespräch mit Alfred Harl als eine moderne Führungskraft der Telekommunikationsbranche. So erzählte die kompetente Topmanagerin, dass sie gleich bei ihrem ersten A1 Event allen MitarbeiterInnen das „Du-Wort“ anbot. Ein starkes Team sei ihr wichtig und das forme sie, erzählte sie weiter. Unter Ihrer Leitung formte sie in der Vergangenheit aus reinen Männerteams gemischte Teams; heute „lege sie vor allen auf neue Blickwinkel und mehr Diversifikation im Unternehmen Wert“. Wesentliche Säulen Ihres Führungsstils umfassen mehr Endverantwortung, individuelles Empowerment und gemeinsame Ziele. Darüber hinaus setze sie auf Vertrauen, offenes sowie ehrliches Feedback und Teamwork. Im Gespräch mit Alfred Harl betonte sie vor allen das gemeinsame Tun und die laufende Kommunikation & Kooperation über Bereiche, Abteilungen und Teams hinweg. 

Die Fragen von Alfred Harl berührten viele Themen: Von der Digitalisierung über die nötigen Reformen bis zur Bildung und der i-volution des 14. Beratertags am 17. November in der Hofburg. „Die Digitalisierung ist allgegenwärtig“, sagte Margarete Schramböck und erzählte wie schnelllebig alles geworden ist und die klassische SMS verschwinde. Wer verwendet im Zeitalter von WhatsApp, Facebook, Instagram, Snapchat & Co. noch die „klassische“ Version der Kurzmitteilung oder „Short Message Service“? Als Facebook WhatsApp um ca. 19 Milliarden Dollar gekauft hat, wurde der Social Media Anbieter auf einen Schlag zu einem noch bedeutungsvolleren Player in der digitalen Interaktion von Menschen; vor allem außerhalb der USA, dort wo der Facebook eigene Messenger Dienst schwächelte. „Kaufpreise in diesen astronomischen Höhen hätte sich kein Telekommunikationsunternehmen leisten können!“, brachte es Margarete Schramböck auf den Punkt. 

In der Folge war die Digital Roadmap, der IKT Masterplan für Österreich, ein Schwerpunktthema des Abends. Mittlerweile gibt es eine Roadmap und es wurden 52 Maßnahmen erarbeitet. „Es geht darum, die Umsetzung der Maßnahmen konsequent zu verfolgen und das Land Österreich nach vorne zu bringen. Skandinavien ist hier definitiv ein Vorbild!“, fasste Margarete Schramböck ihre Ansicht zusammen. Unerlässlich dafür sei auch das Angebot an Fachkräften in den notwendigen Bereichen – von IT bis hin zu Telekomunikation. Dafür müsse Österreich die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten bereitstellen. Die Kürzung von Studienplätzen in zukunftsrelevante Ausbildungsbereiche sei kontraproduktiv. In diesem Punkt waren sich Gastgeber Alfred Harl und Ehrengast Margarete Schramböck einig. Der Abend klang bei launigen Gesprächen und Networking aus. 

 

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